Der Gesetzgeber hat rechtliche Möglichkeiten geschaffen, damit Menschen mit Seheinschränkungen wieder zurück in die Arbeit finden. Berufliche Reha hilft weiter!

Die Initiative "VISIO-N" bietet Betroffenen Infos, Tipps und Hilfe rund um das Thema Umschulung und berufliche Rehabilitation.

Benedikt Krißmer und Jan Schuler vor dem Gebäude der Firma Burkert

Neustart im alten Betrieb

Zwei Hohenloher starten trotz Seheinschränkung wieder beruflich durch 

Seit Anfang des Jahres gehen Benedikt Krißmer und Jan Schuler jeden Morgen wieder an ihren Arbeitsplatz. Ganz selbstverständlich ist das nicht. Denn Benedikt Krißmer ist stark sehbehindert,  Jan Schuler nahezu blind.

Dass es für die Männer aus der Region Hohenlohe in Baden-Württemberg trotz Seheinschränkung beruflich weiter geht, liegt nicht nur an ihrem kooperativen Arbeitgeber. Bürkert, ein führendes Unternehmen für die Messung, Regelung und Steuerung von Flüssigkeiten, wollte auf das Know-how der beiden langjährigen Mitarbeiter einfach nicht verzichten. Entscheidend für den erfolgreichen beruflichen Wiedereinstieg war aber auch, dass sich Benedikt Krißmer und Jan Schuler trotz Handicap nicht die Lebensfreude nehmen lassen. „Kennengelernt haben wir uns vor zwei Jahren. Nicht bei der Arbeit, sondern in einem Punktschriftkurs des Berufsförderungswerks Würzburg“, erzählen die beiden Kollegen. In dem Bildungszentrum für blinde und sehbehinderte Menschen bereiteten sie sich schrittweise auf die Rückkehr zu ihrem Arbeitgeber vor: Im Mittelpunkt standen dabei das Erlernen der Punktschrift und die PC-Arbeit an der Braillezeile.

Erfolgreiche Unterstützung des BFW Würzburg

Mit Erfolg: Benedikt Krißmer arbeitet heute wieder in der Firmenzentrale in Ingelfingen. An seinem Arbeitsplatz nutzt der stark Sehbehinderte neben der Braillezeile mit Sprachausgabe ein Bildschirmlesegerät und eine elektronische Lupe, um sein Handicap auszugleichen. Sein neues Aufgabengebiet umfasst unter anderem das Kommissionieren von Ware aus dem Bürolager. Jan Schuler ist wieder im Systemhaus in Criesbach aktiv. An seinem PC arbeitet er blindheitsgemäß mit Punktschrift und nutzt dazu die Braillezeile mit Sprachausgabe. Auch sein neuer Tätigkeitsbereich ist nicht alltäglich. Er ist für das digitale Erfassen und Vereinheitlichen von Tausenden von Maschinenbauteilen zuständig. „Ohne die Unterstützung des BFW Würzburg und unseres Arbeitgebers wären wir heute nicht hier“, betonen die beiden seheingeschränkten Mitarbeiter und freuen sich, dass ihre Rückkehr in den Arbeitsalltag so reibungslos geklappt hat.

Fragen zu beruflicher Reha?
Nutzen Sie unsere kostenlose
Hotline 0800 - 60 60 224
hotline