Der Gesetzgeber hat rechtliche Möglichkeiten geschaffen, damit Menschen mit Seheinschränkungen wieder zurück in die Arbeit finden. Berufliche Reha hilft weiter!

Die Initiative "VISIO-N" bietet Betroffenen Infos, Tipps und Hilfe rund um das Thema Umschulung und berufliche Rehabilitation.

Reha abgelehnt: Was nun?

Treppe

Wenn über Ihren Antrag auf berufliche Rehabilitation nicht in Ihrem Sinne entschieden worden ist, gibt es Möglichkeiten, die Entscheidung anzufechten. Visio-N gibt Ihnen Hinweise und Tipps dazu, was bei einem Widerspruch zu beachten ist.

Widerspruch wird von unabhängigem Ausschuss geprüft

Ein nicht zufriedenstellender Bescheid, auch bei Bewilligung, muss nicht bedeuten, dass Sie keine Chance auf Ihre gewünschte Form der beruflichen Reha haben. Jeder Antragsteller hat grundsätzlich ein Recht auf Widerspruch, der innerhalb eines Monats eingelegt werden muss. Jedem Bescheid ist eine hilfreiche Rechtsbehelfsbelehrung beigelegt.

„Der Widerspruch sollte zudem Hinweise auf den oder die Fehler im Bescheid enthalten, er sollte also begründet sein. Nur so können die neuen Aspekte in einem außergerichtlichen Vorverfahren, dem Widerspruchsverfahren, dann auch gesondert geprüft werden", erklärt Renate Thiemann, Pressereferentin der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund. Wenn der Träger dem Widerspruch Recht gibt, erhalten Sie einen neuen, bewilligenden Bescheid. Sollte der Träger den Widerspruch nach wie vor zurückweisen, wird der Fall von einem unabhängigen Widerspruchsausschuss behandelt. „Jeder Ausschuss, der übrigens von der Selbstverwaltung eingesetzt wird, ist gleichberechtigt mit einem Vertreter der Versicherten, der Arbeitgeber sowie der Verwaltung besetzt. Dieser Widerspruchsausschuss kann dem Widerspruch abhelfen, wenn er sachlich begründet ist, oder ihn zurückweisen.“

Sollte auch der Ausschuss den Widerspruch zurückweisen, kann man dies vor dem Sozialgericht anfechten. „Sowohl für den Widerspruch als auch für eine Klage werden keine Verwaltungskosten oder Gerichtskosten berechnet. In beiden Verfahren besteht übrigens grundsätzlich auch kein Anwaltszwang. Jeder, der gegen einen Bescheid vorgehen möchte, kann sich hier also selbst vertreten.“ Bei einer anwaltlichen Vertretung entstehen natürlich Kosten, die allerdings nur bei Erfolg des Widerspruchs bzw. der Klage erstattet werden. Eine andere Möglichkeit der fachlichen Unterstützung von Expertem besteht darin, Sozialdienste wie den SoVD (www.sovd.de) zu kontaktieren.

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